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Atemtechniken im Hormonyoga. Seit einigen Monaten lasse ich mich als Hormon-Yogalehrerin ausbilden. Ich lerne Hormonyoga bei Tanja Martens, die ihr wertvolles Wissen direkt von Dinah Rodrigues erhalten hat. 

Die Begründerin des Hormonyoga wurde 1927 in Brasilien geboren und ist heute 99 Jahre alt. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Methode des Hormonyoga. Welches speziell zur Unterstützung des hormonellen Gleichgewichts entwickelt wurde.

Atemtechniken im Hormonyoga 

Ihre Technik verbindet Hatha-Yoga, Atemübungen, Energielenkung und Elemente aus dem Kundalini-Yoga. Dinah Rodrigues gibt seit vielen Jahrzehnten weltweit Seminare und bildet Hormonyoga-Lehrerinnen und -Lehrer aus.

Im Mittelpunkt stehen spezielle Atemtechniken, auch Pranayama genannt. Auf diese möchte ich heute besonders eingehen, da sie den Energiefluss aktivieren. Des Weiteren regen sie hormonbildende Drüsen an. Dabei werden Atmung, Bewegung und Konzentration bewusst miteinander kombiniert.

Hormonyoga und die Bhastrika-Atmung

Eine der wichtigsten Atemtechniken im Hormonyoga ist die sogenannte Bhastrika-Atmung, die auch als Blasebalg-Atmung bezeichnet wird. 

Hierbei atmest du kraftvoll durch die Nase, während sich dein Bauch aktiv bewegt. Wichtig ist es, dass du direkt in den Bauch einatmest. Diese dynamische Atemtechnik regt meinen Kreislauf an, steigert meine Energie und erzeugt innere Wärme. Gleichzeitig wird sie häufig mit bestimmten Yogaübungen verbunden, um Eierstöcke, Schilddrüse und Nebennieren gezielt zu stimulieren.

Atemtechniken Hormonyoga

Wechselatmung im Hormonyoga

Ein weiterer Bestandteil des Hormonyoga ist die Wechselatmung. Sie wird auch als „Anti-Stress-Übung“ bezeichnet. Ich nutze sie in meinen Stunden als Yogalehrerin im Verein zu Beginn der Stunde. Oder manchmal auch nach Savasana, der Endentspannung.

Die Wechselatmung heißt im Sanskrit „Nadi Shodhana“. Der Begriff setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: „Nadi“ bedeutet Energiekanal und „Shodhana“ steht für Reinigung. Deshalb wird Nadi Shodhana häufig als „Reinigung der Energiekanäle“ übersetzt. Ziel dieser Atemtechnik ist es, den Energiefluss im Körper zu harmonisieren, das Nervensystem zu beruhigen und innere Ausgeglichenheit zu fördern.

Hierbei wird abwechselnd durch das rechte und linke Nasenloch geatmet. In diesem Video zeige ich dir die Technik zu Beginn. Sie soll das Nervensystem harmonisieren und Stress reduzieren. Da Stress einen starken Einfluss auf den Hormonhaushalt haben kann, gilt die Wechselatmung im Hormonyoga als besonders unterstützend für das körperliche und emotionale Gleichgewicht.

Energielenkung im Hormonyoga

Typisch für das Hormonyoga nach Dinah Rodrigues ist außerdem die bewusste Energielenkung. Während der Atemübungen lenke ich meine Aufmerksamkeit gezielt auf bestimmte hormonbildende Drüsen. Beispielsweise auf meine Eierstöcke, meine Schilddrüse oder meine Hypophyse. Dabei setze ich Visualisierungen ein, um meinen Energiefluss gedanklich zu unterstützen und die Wirkung der Übungen zu verstärken. Ich finde es schön mit Farben zu arbeiten und kann mir zum Beispiel gut vorstellen, wie meine Eierstöcke gold leuchten. 

Hormonyoga Lehrerin Elischeba WildeUjjayi-Atmung im Hormonyoga

Die Ujjayi-Atmung ist eine wichtige Atemtechnik im Yoga und wird auch im Hormonyoga eingesetzt. Der Begriff „Ujjayi“ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie „siegreicher Atem“ oder „erhobener Atem“. Bei dieser Atemtechnik wird langsam und gleichmäßig durch die Nase geatmet, während die Stimmritze im Hals leicht verengt wird. Dadurch entsteht ein sanftes, rauschendes Geräusch, das oft mit Meeresrauschen verglichen wird.

Im Hormonyoga dient die Ujjayi-Atmung dazu, den Atem zu vertiefen, die Konzentration zu fördern und den Energiefluss im Körper bewusst wahrzunehmen. Gleichzeitig wirkt sie beruhigend auf das Nervensystem und kann helfen, Stress abzubauen. Da Stress den Hormonhaushalt beeinflussen kann, wird die Ujjayi-Atmung im Hormonyoga als unterstützend für innere Balance und Wohlbefinden angesehen.

Außerdem unterstützt die Ujjayi-Atmung eine ruhige und kontrollierte Ausführung der Übungen. Durch die bewusste Atmung entsteht mehr Wärme im Körper, die Durchblutung wird angeregt und die Verbindung zwischen Bewegung, Atem und Konzentration wird gestärkt. Im Hormonyoga wird die Ujjayi-Atmung mit bestimmten Körperhaltungen und Energielenkungen kombiniert.

Dina Rodriguez HormonyogaUjjayi-Atmung bei der Schlankheitsübung im Hormonyoga

Bei der Schlankheitsübung im Hormonyoga wird die Ujjayi-Atmung bewusst mit Bewegung und Körperspannung verbunden. Zunächst wird langsam und tief durch die Nase eingeatmet, während die Stimmritze leicht verengt bleibt. Dadurch entsteht das typische sanfte Rauschen im Hals, das die Atmung ruhiger und kontrollierter macht. Anschließend wird ebenfalls langsam und gleichmäßig wieder ausgeatmet, sodass ein fließender Atemrhythmus entsteht.

Während der Übung unterstützt die Ujjayi-Atmung die Konzentration und hilft gleichzeitig dabei, die Bauchmuskulatur bewusster zu aktivieren. Zudem verbessere ich die meine ruhige und tiefe Atmung meine Sauerstoffversorgung. Wodurch ich meinen Körper mit Energie versorge. Diese Energie spüre ich recht deutlich. Gleichzeitig entsteht innere Wärme, die meinen Stoffwechsel anregen kann.

Atemtechniken im Hormonyoga

Darüber hinaus hilft die gleichmäßige Atmung dabei, die Bewegungen kontrolliert und ohne Hast auszuführen. Während der Schlankheitsübung lenke ich meine Aufmerksamkeit gezielt auf meine Schilddrüse, sodass Atem, Bewegung und Konzentration miteinander verbunden werden. Auf diese Weise unterstützt die Ujjayi-Atmung nicht nur die körperliche Ausführung der Übung, sondern auch die bewusste Wahrnehmung des eigenen Körpers.

Yoga Anleitung und Tipps Wirkung der Atemtechniken im Hormonyoga

Insgesamt ist die Atemarbeit im Hormonyoga dynamisch, aktivierend und gleichzeitig ausgleichend aufgebaut. Ich spüre deutlich, wie durch bewusste Atmung, Bewegung und Konzentration meine Vitalität, innere Balance und Wohlbefinden profitieren. Gleichzeitig helfen ruhige Atemformen dabei, Stress abzubauen und den Körper zu entspannen. Was ich herausfordernd finde? Mich auf all das gleichzeitig zu konzentrieren. Aber ich bin ja lernfähig.

Elischeba

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