Kürzlich kam jemand mit der Suche „Die Fünf Tibeter bei Depressionen“ auf meine Yoga-Website. Nun, die Fünf Tibeter können für die Psyche wertvoll sein. Weil sie Bewegung, Atem und Rhythmus verbinden und dadurch Stress reduzieren.
Außerdem beruhigen sie die Gedanken und stärken häufig Klarheit. Wenn du bei Depressionen ärztliche Hilfe in Anspruch nimmst, kannst du die fünf Tibeter natürlich zusätzlich nutzen, um etwas für dich zu tun.
Neuroplastizität und Langzeiteffekte
Kürzlich habe ich auf YouTube eine spannende Reportage gesehen. Nämlich mit Beispielen, wie Yoga und Meditation unser Gehirn positiv verändern können. Auch die Fünf Tibeter eignen sich gut für eine bessere Stimmung. Mehr Grauzellen im Hippocampus, weniger in der Amygdala. Die Fünf Tibeter stärken Konzentration und emotionale Regulation. Wichtig ist natürlich, dass du regelmäßig praktizierst und dran bleibst. Mir fällt es leicht, da ich mich bereits bei den Übungen gut dabei fühle.
Tod unserer Hündin Bonnie
Nachdem unsere Hündin Bonnie am 16. Mai 2026 gestorben ist, haben mir die Fünf Tibeter ebenfalls etwas geholfen. Natürlich war Zeit erforderlich, da mich der Verlust härter getroffen hat, als ich vorher vermutet habe. Jedoch wollte ich auch gerne etwas für mich tun, um wieder nach vorne zu schauen. Und unsere Traumhündin in Frieden gehen zu lassen sowie in liebevoller Erinnerung zu bewahren.
Zurück zu den Fünf Tibetern. Regelmäßiges Üben gibt mir mehr Energie. Außerdem fühle ich mich emotional ausgeglichener. In meinem Yogakurse im Verein balance your way bringe ich sie fast jedes Mal mit ein.
Einfache Routine, die hilfreich ist
Wer sich oft innerlich unruhig, erschöpft oder gedanklich überladen fühlt, sucht meist keine komplizierte Lösung. Sondern eine einfache Routine, die Körper und Geist zugleich anspricht.
Genau hier setzen die Fünf Tibeter an, denn die Übungen sind dynamisch, leicht zu lernen und können wie eine kurze tägliche Reset-Pause wirken. Ich praktiziere sie morgens nach dem Aufstehen. Diese zehn Minuten tun einfach gut und machen am Ende des Tages dann doch etwas aus.
Warum die Fünf Tibeter der Psyche guttun können
Die Übungen werden mit Stressabbau, mehr Ruhe und besserer Klarheit der Gedanken verbunden. Weil die konzentrierten Bewegungen und die bewusste Atmung das Nervensystem beruhigen können. Einige Quellen heben außerdem hervor, dass sich durch die Praxis Lebensfreude, Selbstbewusstsein und innere Stabilität verbessern können.
Das macht die Fünf Tibeter besonders interessant für Menschen, die mentale Anspannung, Nervosität oder innere Unruhe ausgleichen möchten. Sie ersetzen keine Therapie, können aber eine wohltuende Ergänzung im Alltag sein.
Atemfokus mit Bewegung
Die Kombination aus wiederholten Bewegungen, Atemfokus und Körperwahrnehmung hilft mir dabei, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen. Und wieder mehr im Moment anzukommen. In den Quellen wird auch beschrieben, dass sich dadurch das Gefühl von Kontrolle, Entspannung und emotionaler Regulation stärken kann.
Besonders bei Stress und mentaler Erschöpfung ist dieser Effekt hilfreich. Weil der Körper über die Bewegung oft schneller in einen ruhigeren Zustand findet als über reines Nachdenken. Genau deshalb werden die fünf Tibeter von vielen als kurze Praxis für mehr Balance geschätzt.
Die Fünf Tibeter Schritt für Schritt
1. Der Kreisel
Du stehst aufrecht, streckst die Arme seitlich aus und drehst dich kontrolliert um die eigene Achse. Dabei richtest du den Blick auf einen festen Punkt und suchst ihn bei jeder Drehung neu, damit dir weniger schwindelig wird.
Wirkung für die Psyche: Der Kreisel kann aktivieren, Energie wecken und den Kopf innerlich „wach“ machen. Viele empfinden ihn als belebend, klärend und stimmungsaufhellend.
2. Die Kerze
Du legst dich auf den Rücken, streckst die Beine aus und hebst sie langsam an, während du den Oberkörper kontrolliert mitführst. Danach senkst du alles wieder ruhig ab und achtest auf eine gleichmäßige Bewegung.
Wirkung für die Psyche: Diese Übung kann das Gefühl von Zentrierung fördern und wirkt oft beruhigend, weil sie Konzentration und Körperkontrolle verlangt. Sie unterstützt damit einen mentalen Wechsel von Anspannung zu Sammlung.
3. Der Halbmond
Du kniest aufrecht und beugst den Oberkörper nach hinten, während du die Brust öffnest und den Kopf sanft mitführst. Danach richtest du dich wieder kontrolliert auf und kehrst in die Ausgangsposition zurück.
Wirkung für die Psyche: Der Halbmond öffnet den Brustraum und wird häufig als wohltuend und befreiend erlebt. Viele spüren dabei mehr Weite, was sich auch auf die innere Haltung positiv auswirken kann.
4. Die Brücke
Du setzt dich auf den Boden, stellst die Füße auf und die Hände neben den Körper, dann hebst du das Becken an, sodass der Körper eine Brückenform bildet. Anschließend gehst du langsam wieder zurück in die Ausgangsposition.
Wirkung für die Psyche: Die Brücke stärkt Stabilität und Körpergefühl, was sich oft auch psychisch als mehr Erdung und Standfestigkeit anfühlt. Sie kann helfen, nach einem hektischen Tag wieder mehr innere Ordnung zu finden.
5. Der Berg
Du beginnst in der Bauchlage, stützt dich mit den Händen ab und gehst in eine nach oben gerichtete Haltung, ähnlich einer sanften Rückbeuge. Dabei streckst du Arme und Beine kontrolliert und atmest ruhig weiter.
Wirkung für die Psyche: Diese Übung kann kräftigend und erfrischend wirken, weil sie Energie nach oben bringt und das Gefühl von Aufrichtung stärkt. Viele empfinden sie als aktivierend und zugleich befreiend.
So kannst du üben
Am besten beginnst du langsam und wiederholst jede Übung nur so oft, wie es sich gut anfühlt. Einige Anleitungen empfehlen, lieber mit wenigen Wiederholungen zu starten und erst später zu steigern, damit sich Körper und Nervensystem an die Abfolge gewöhnen können.
So fing alles an
Die Fünf Tibeter kommen aus einer alten Legende, wie ich bei einem Workshop erfahren habe. Und zwar so: Ein Colonel sucht den Jungbrunnen, weil er alt und müde ist. Er landet bei tibetischen Mönchen im Himalaya, die die Übungen seit Jahrhunderten praktizieren. Um jung und vital zu bleiben. Die Mönche glauben, dass fünf Bewegungen die Chakren aktivieren, sodass Energie fließt und der Körper sich verjüngt.
Alles wurde erst 1939 durch Peter Kelders Buch bekannt, aber der echte Ursprung ist mythisch, nicht bewiesen. Deshalb üben viele heute die Reihenfolge aus Kreisel, Kerze, Halbmond, Brücke und Berg, um fit zu werden.
Falls du ebenfalls Yogalehrerin bist und wissen möchtest, wie ich die fünf Tibeter in meine Stunde einbaue, zeige ich dir ein Beispiel.
Yogastunde mit den Fünf Tibetern
Ich baue die Fünf Tibeter gerne in meine Yogastunden ein, weil sie super Energie wecken und die Klasse dynamisch machen.
Zuerst starte ich immer mit einer kurzen Anfangsmeditation, damit alle ankommen und sich fokussieren können. Danach fließen wir nach einigen Asanas nahtlos in die Tibeter über, und am Ende kommt die Entspannung, weil der Körper das braucht, um alles zu integrieren.
Anfangsmeditation
Wir sitzen bequem im Schneidersitz, schließen die Augen und atmen tief ein und aus, bis der Alltag weg ist. Ich leite sanft: „Spürt euren Atem, lasst Gedanken los, und öffnet euch für die Energie.“ Das dauert knapp fünf Minuten, weil es die Gruppe zentriert und Verletzungen vorbeugt.
Übergang zu den Tibetern
Nach der Meditation stehen wir auf, schütteln uns locker, und ich erkläre kurz jede Übung, damit Neulinge mitmachen können. Wir machen die fünf Bewegungen in Reihenfolge – Kreisel, Kamel, Halbmond, Tisch und Hund – meist fünf bis sieben Wiederholungen. Aber ich passe an, weil manchmal neue Gäste über Wellpass dazukommen. Die Klasse atmet synchron, und alle spüren, wie die Chakren kribbeln.
Hauptteil: Fünf Tibeter
Zuerst der Kreisel, weil er die Energie hochjagt, dann die Kerze gegen den Kopf, die uns umkehrt und belebt. Der Halbmond kommt als Drittes, um die Wirbelsäule zu dehnen, die Brücke öffnet die Hüften, und der Berg schließt ab, weil er alles rund macht. Ich korrigiere Posen, lobe Fortschritte, und die Stunde pulsiert, als ob wir fliegen.
Krieger, Sonnengrüße oder klassische Asanas
Gerne biete ich meiner Gruppe abwechselnde Flows. Mal sind Sonnengrüße dabei. Beim nächsten Mal der Krieger 1, 2 und 3 oder ein Flow für einen starken Rücken.
Endentspannung
Zum Abschluss legen wir uns in die Shavasana, decken uns zu, und ich führe eine geführte Meditation. Bei der wir die Energie spüren und loslassen. Das dauert circa fünf bis zehn Minuten, weil Erholung nach der Intensität essenziell ist. Was wäre denn Yoga ohne Shavasana? Nur halb so schön, nicht wahr?
Am Ende bedanke ich mich bei meinen Teilnehmerinnen fürs Mitmachen. Alle fühlen sich erfrischt und die Augen glänzen. Genau deswegen liebe ich diesen Flow.
Namasté,
Elischeba
Lesetipp: Ich habe mir ein Yoga-Retreat in Andalusien gegönnt. Hüpf mal auf meinen Artikel.
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